




Vor vielen Jahren war der Bärlauch in unserer Region nahezu unbekannt und nicht sehr verbreitet. Ich las in einer Gartenzeitschrift über ihn. Schon die alten Germanen sollen ihn verwendet haben. Vielfältige gesundheitliche Wirkungen werden im nachgesagt. Vor allem aber hat er ein vorzügliches Aroma. Das faszinierte mich sehr und so habe ich ihn bei uns im Garten angesiedelt. Dort hat er sich inzwischen sehr verbreitet und versorgt uns Jahr für Jahr mit seinen würzigen Blättern. Inzwischen ist auch hier sein Bekanntheitsgrad gestiegen. Man kann ihn im Supermarkt kaufen und das Netz ist voll von Rezepten für Bärlauchpesto und Bärlauchbutter. Ich freue mich jedes Jahr, wenn seine Blattspitzen erscheinen und er neue Flächen für sich beansprucht. Er wuchert unter Bäumen und Hecken, inzwischen auch im Gemüsebeet, sogar im Rasen und auf der anderen Zaunseite beim Nachbarn. Da muss ich auch gar nicht mehr so sparsam ernten. Früher war ich richtig geizig. Ich verwende ihn wie Schnittlauch, einfach aufs Butterbrot gestreut, auch ersetzt er das Basilikum in der Tomatensauce oder die Frühlingszwiebel in asiatischen Gerichten. Die Blüten werden in ein paar Tagen ein spannendes Fotomotiv abgeben und ich werde wieder versuchen, das Sonnenlicht einzufangen, das sich in ihnen verfängt.

Gerade gestern habe ich Bärlauchpersto für mich und die Nachbarschaft gemacht. Ein tolles Kräutchen und es wächst mir jedes Jahr in Hülle und Fülle unten am Bächlein.
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